Warum uns andere bei der Antriebswende überholen

Trotz beeindruckender Neuzulassungszahlen sind im Bestand nur 3,5 % der Fahrzeuge elektrisch. Eine Studie von Berylls by AlixPartners, an der Henning Ludes mitwirkte, analysiert die Gründe: hohe Kosten, politische Unsicherheiten und unzureichende Ladeinfrastruktur. Norwegen ist Vorreiter mit einem Verkaufsanteil von 90 %, andere Länder hinken hinterher. Die Zukunft der E-Mobilität hängt von klaren Zielen, Fördermaßnahmen und einem breiten Modellangebot ab. Aber das Beispiel Belgien zeigt, wie wichtig ein weiterer Faktor ist, den Deutschland nicht konsequent genug berücksichtigt und zurückfällt. Sehen Sie sich das Video an, um mehr über die Herausforderungen und Chancen der Elektromobilität zu erfahren.

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Wenn wir über Elektromobilität sprechen, feiern wir oft beeindruckende Verkaufszahlen. 20 oder 30 Prozent E-Auto-Anteil bei den Neuzulassungen klingen nach einem baldigen Siegeszug. Doch die Realität auf der Straße sieht anders aus: In Europa liegt der Anteil rein elektrischer Fahrzeuge (BEV) am Gesamtbestand bei mageren 3,5 Prozent. Selbst Vorreiter Norwegen kratzt beim Bestand "nur" an der 30-Prozent-Marke. Scheitert die Antriebswende an zu hohen Preisen, fehlenden Volumenmodellen oder doch am politischen Zick-Zack-Kurs?

In dieser Folge von MOOVE sprechen wir mit Henning Ludes. Als Mobilitätsexperte bei der Automobil-Strategieberatung Berylls by AlixPartners und Mitautor des „EV-Rankings“ analysiert er die internationalen Automärkte im Detail. Mit seiner jahrelangen Erfahrung vor Ort in den USA, China und Europa weiß er genau, welche Hebel Politik und Autobauer jetzt ziehen müssen, um den Hochlauf nachhaltig zu sichern.

Was euch in dieser Folge erwartet:

Die Bestands-Illusion: Warum die Elektrifizierung der gesamten Fahrzeugflotte noch Jahrzehnte dauern wird – selbst bei steigenden Verkaufszahlen. Gift für den Markt: Wie das abrupte Ende des Umweltbonus in Deutschland oder der IRA-Förderung in den USA die Käufer verunsichert und den Herstellern die Planungssicherheit raubt. Lernen von Belgien & Norwegen: Warum eine konsequente, bilanzielle Dienstwagen-Förderung und langfristige politische Ziele besser wirken als kurzfristige Kaufprämien für Privatkunden. Faktencheck Ladeinfrastruktur: Brauchen wir wirklich überall teure Megawatt-Lader? Und warum Deutschland beim HPC-Ausbau (High Power Charging) eigentlich sehr gut aufgestellt ist. Ausblick 2035: Wie das europäische Verbrenner-Aus noch zu schaffen ist und warum wir dafür dringend bezahlbare Elektro-Volumenmodelle brauchen. Hört rein und erfahrt, warum nicht der Privatkunde, sondern die Firmenflotten der wahre Motor der E-Mobilität sind!


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